Dienstag, 19. März 2013

Comparing Ireland with Germany

Hallo aus Deutschland!

Sorry, dass ich euch so lange warten lassen hab! Hier jetzt also endlich der Vergleich:


Ireland
Germany
Bread = Toast. Und als „rolls“ wird alles andere bezeichnet – also Brötchen, Baguette und so. Ach und Bäckereien habe ich auch überhaupt nicht gesehen – bloß einige Cafés oder Konditoreien.

Viele Bäckereien mit großer Auswahl an leckeren Brotsorten.
Und Toast ist halt Toast und wird nicht mit Brot verwechselt.
Es gibt überall free Wi-Fi! Überall! An der kleinsten, hinterwäldlerischsten Bahnstation, in der Library und sogar im Bus!


Liegt es an mit oder sind wir Deutschen etwas knausrig mit freiem WLAN?
Irgendwie bezahlt man für alles mehr…auch für Sachen, bei denen man in D noch nicht einmal dran denken würde, Geld auszugeben. Example: Die Moks. Das sind einfach eine Art Test-„Abi“-Prüfungen, die man ein paar Monate vor den großen Prüfungen schreibt. Bei denen bezahlt man die Lehrer dafür, diese zu korrigieren! Mit um die 80€!


Joah, ich bezahl hier einfach mal 5€ pro Monat für Badminton, während es in Irland genauso viel pro Mal waren.
In der Schule geht es eher hierarchisch zu. Ich erinnere dazu noch einmal an das „Don’t kick the bottle“ game. Außerdem gibt es auf dem Schulhof ein paar Bänke, die die oberen Klassenstufen unter sich aufgeteilt haben. Die TY’s (transition year’s) haben eine, die 5th years zwei, die Sportler zwei und die 6th years den Rest, so um die drei. Da spricht man nicht drüber, aber irgendwie weiß es trotzdem jeder. Kann zu einem Problem werden, wenn man noch neu ist…


Ich finde, ältere und jüngere Schüler kommen ganz gut miteinander aus, sind auch öfters befreundet. Feste Plätze gibt es nicht wirklich. Ok, manchmal hat man eine gewisse Superiorität Fünftklässlern/Kleineren gegenüber…
Man grüßt einfach mehr! Macht nichts, wenn man sich nicht kennt, ein freundliches „How are you?“ ist immer drin.

Gut, auch in Deutschland kann es passieren, dass mich fremde Leute grüßen, kommt aber bedeutend seltener vor.
Du stehst auf, der Fernseher ist an. Gehst aus dem Haus, er ist an.  Kommst wieder, ist immer noch an. Gehst ins Bett, und wenn du nicht die Letzte bist, die schlafen geht, ist der TV natürlich auch immer noch an.
Man muss noch nicht einmal gucken, aber es ist total normal, sich vor den Fernseher zu setzen und dann alles Mögliche andere zu machen: Lesen, telefonieren, sich mit anderen unterhalten, Hausaufgaben machen, essen…


Also in meiner Familie zumindest machen wir es so, dass man sich etwas aus der Fernsehzeitung heraussucht, zu der Zeit einschaltet und danach in den meisten Fällen wieder ausmacht. In andere deutschen Familien mag das etwas anders sein, aber ich denke, Irland ist noch einmal eine andere Größe.
Das Transition Year. Das ist ein nur in Irland bestehendes, optional eingeschobenes Schuljahr zwischen 3rd und 5th year. Man kann sich also entscheiden, ob man 11 oder 12 Jahre machen möchte. Es kostet natürlich einiges, aber ist dafür auch eine einmalige Erfahrung. Ich würde es als „Chillax-neue-Sachen-ausprobieren-Selbstfindungsjahr“ bezeichnen. Und die TY’s sind tatsächlich auch irgendwie relaxter drauf. Z.B. kann man in manchen Pausen beobachten, wie sie es sich zusammen auf ihrer Bank gemütlich machen, ein paar von ihnen anfangen,  Gitarre zu spielen, und der Rest dazu singt! *husthippiehust*



Ich lass das hier mal frei.
Es wird sich öfter entschuldigt.
Auch wenn ich die Person eigentlich angerempelt habe, sie wird sich trotzdem sofort mit einem „Sorry“ entschuldigen!

Kommt in Deutschland leider viel weniger vor.
Dies ist an meiner Schule nicht üblich, jedoch hat mir eine Freundin davon erzählt. An ihrer irischen Schule scheint es nämlich ganz normal zu sein, mit der Schule shoppen zu fahren! Die steigen dann einfach eines Tages alle zusammen in einen Bus, fahren nach Dublin und werden dort in Kleingruppen für ein paar Stunden freigelassen. Bloß haben wir keine Ahnung, warum eigentlich.


Wir machen dafür relativ viele Klassenfahrten. In der vierten Klasse, als Abschlussfahrt. In der sechsten, als Kennenlernfahrt. In der siebten eine Skifahrt. In der neunten wieder eine Abschiedsfahrt. Und in der Oberstufe kommt auch noch eine Stufenfahrt dazu.
Innerhalb einer Stufe ist irgendwie jeder mit jedem befreundet. Es gibt kein richtiges „beliebt-unbeliebt“ System. Jeder wird aufgenommen, wenn er es will. Ich weiß nicht, vielleicht trägt auch die Schuluniform ein bisschen dazu bei. Da fühlt man sich von vornherein äußerlich gleich und man kann nicht nach Style beurteilt werden.


Die Kluft ist größer. Man kann schnell sehen, wer eher beliebt, wer eher nicht ist. Es wird auf alles geachtet. Welche Klamotten trägt man? Wie trägst du deine Haare? Schminkt man sich? Bei Jungen ist es nicht ganz so schlimm, aber immernoch hart genug, Tendenz steigend.
Was wirklich lustig ist für Deutsche, sind die deutschen Wörter, die man immer mal wieder antrifft. Natürlich hauptsächlich in History, das sind dann Wörter wie „Lebensraum“, „Panzer“, „Blitzkrieg“ und mein Liebling „Luftwaffe“ – hört sich köstlich an, englisch ausgesprochen. Aber auch im Sport ist „Blitz“ ein ganz alltägliches Wort. Das bezeichnet dann irgendwie einen Tag an dem man ganz viele matches nacheinander hat oder so…


Gut, im Deutschen wimmelt es ja nur so von englischen Wörtern. Smartphone, WC, Download, App, Car Wash, irgendwas ‚to go‘, Display, Song oder auch einfach nur ‚hi‘. Um nur eine bescheidene Auswahl in die Runde zu werfen. Wir übertreiben es ein bisschen, wenn ihr mich fragt. Wenn man am Bahnhof einen Mc Paper (=Buchladen) findet, kann man schon anfangen, sich Sorgen zu machen…
Das fällt mir erst jetzt auf. Irland (und Großbritannien) hat ein so viel besseres Fernsehprogramm! Niveauvolle Castingshows, viele lustige Mainstreamserien (zu vertretbaren Zeiten), interessante Talkshows mit richtigen Stars, Mrs Brown’s Boys (geniale irische Sitcom) und Serien wie Coronation Street oder so für die Muttis.


Ganz ernsthaft? Zur besten Sendezeit an einem Samstagabend: Heimatfilm, Chart-Show, Heimatfilm, langweilige Romanze, komischer Film, Dokumentation, niveaulose Castingshow *hustDieterBohlenhust*…


That was all for now,
Karla 0:)

Frühling-will-Bild

4 Kommentare:

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    1. Tjaa ne :D Da ist der Kölner Hbf famous für ;p

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  2. Oh an den Tag an dem das Bild entstanden ist kann ich mich noch sehr gut erinnern ... >.< :DD <3

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    1. Ich mich auch, L, ich mich auch :D <-- das war eine anapher :p

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Ich freue mich immer ueber Kommentare.